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Nationalsozialistische Kunstpolitik Rede zur Jahrestagung der
Reichskammer der Bildenden Künste
in München 15. Juli 1939
Eine
der wichtigsten Errungenschaften der nationalsozialistischen Kulturpolitik
ist die neue Beziehungsetzung zwischen Volk und Kunst. Man vermag zur Zeit
die Auswirkungsmöglichkeiten dieses wahrhaft historischen Vorganges in
der deutschen Kulturgeschichte überhaupt noch nicht abzusehen. Das
Schlagwort "Die Kunst dem Volke!" war zwar bereits im
nachrevolutionären, republikanisch-demokratischen Deutschland
entstanden. Es mußte aber unter den damaligen Verhältnissen immer
Parole bleiben, ohne innere Verpflichtung und ohne lebendigen Inhalt. Es war dem Nationalsozialismus vorbehalten, diese
blasse Theorie zu einer realen Wirklichkeit umzugestalten. Damit wurden auch
alle die besserwissenden Einwände jener Skeptiker abgeschlagen, die da
meinten, die Kunst sei immer eine Angelegenheit der oberen Zehntausend von
Besitz und Bildung, und es könnte und würde niemals gelingen, sie
in den breiten Massen des arbeitenden Volkes zu verankern und heimisch zu
machen. Der Nationalsozialismus ist auch über diese
Einwände wie über so viele andere zur Tagesordnung
übergegangen. Er hat sich auch nicht damit begnügt, ein
theoretisches oder ästhetisches Programm kommender Kunstentwicklung
aufzustellen, im Gegenteil, sein Programm waren die Leistungen, die er auf
diesem wie auf allen anderen Gebieten unseres öffentlichen Lebens
vollbrachte. Er handelte damit in echt geschichtlicher Weise. Das Programm
wurde von den Leistungen und nicht die Leistungen vom Programm abgeleitet. Die neue Verbindung zwischen der Kunst und den
breiten Massen unseres Volkes war nicht allzu schwer auf den Gebieten der
künstlerischen Produktion
durchzuführen, die seit jeher die Menschen anzuziehen pflegten. Niemals
hatte das Volk seine innere Verbindung etwa mit der Musik, dem Theater oder
dem Film verloren. Hier haben wir also in kürzester Frist das Wunder
fertigbringen können, das Volk wieder in engste Beziehung zu diesen
Künsten zu setzen, obschon auch sie im alten Regime immer volksfremder
und volksentfernter geworden waren; man konnte damals in den großen
Städten unseres Landes kaum noch die Theater und die Konzertsäle
füllen. So weit hatten sich sogar die Künste, die seit jeher im
Volke verwurzelt waren, auch schon vom Volke abgetrennt. Heute hat das Volk wieder in seine Theater und
Konzertsäle Einzug gehalten. Und damit auch erst können die hohen
Subventionen aus der öffentlichen Hand verantwortet werden, die der
nationalsozialistische Staat der Kunst und ihrer Entwicklung zur Verfügung
gestellt hat und weiterhin zur Verfügung stellt. Denn schließlich
werden ja die Millionensummen, die für diesen Zweck zur
Ausschüttung gelangen, den Steuergeldern der breiten Masse entnommen. Es
muß also auch die Kunst schon aus diesem Grunde den breiten Massen
unseres Volkes zugute kommen, sollen diese Gelder richtig angelegt und sinn-
und zweckgemäß verausgabt werden. Denn die Kunst ist nicht nur
für die oberen Zehntausend da; sie muß dem ganzen Volk
gehören. Dann nur hat sie eine Daseinsberechtigung und vor allem auch
eine Existenzfähigkeit. Um diesem Zweck aber zu dienen, muß die Kunst
auch bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die an ihr inneres Wesen und an
ihre Ausdrucksformen gestellt werden. Sie muß sich an Gefühl und
Vorstellungen wenden, die im Volke selbst zu Hause sind, vor allem an den
Sinn für die natürliche Schönheit und Harmonie, der im Volke
immer sehr lebendig entwickelt ist. Dieser Sinn ist auch in den Zeiten unseres tiefsten
moralischen und kulturellen Verfalls dem deutschen Volke niemals verloren
gegangen. Und nur da, wo "die Kunst sich nicht mehr an diesen im Volk
wachen Instinkt wandte, wurde sie volksfremd und leer und deshalb auch von
der Nation nicht mehr verstanden. Wortführer in diesem Zersetzungsprozeß der
deutschen Kunst waren, wie auf allen anderen Gebieten, die Juden. Die Juden
sind ohne tiefen Schönheitssinn.
Ihre ganze innere Veranlagung ist mehr der Skepsis des reinen Intellekts als
der Schau natürlicher Schönheit und ästhetischer Harmonie
zugewandt. In dieser negativen Beziehung gibt es auch eine
typisch jüdische Kunst. Sie betreibt die Verherrlichung aller Laster und
Abnormitäten. Das Unheldische, das Häßliche, Kranke und
Verweste wird von ihr zum künstlerischen Ideal erhoben. Wir kennen diese
pathologischen Abarten des Kulturlebens unter dem Begriff der entarteten
Kunst. Sie war dem eigentlich jüdischen Wesen am gemäßesten.
Und wir sehen denn auch die Juden auf allen Gebieten unseres Kunstlebens als
die energischsten Vertreter dieser Abirrung der deutschen Kultur. Wo Deutsche
sich ihr zur Verfügung stellten, da entweder aus Mangel an Instinkt oder
an Mut, an Widerstandskraft oder auch an rein fachlichem und handwerklichem
Können. Das jüdische System der allmählichen
Überwucherung der deutschen Kunst durch eine entartete Heroisierung des
Häßlichen und Unedlen war im Grunde genommen sehr einfach: Die Juden eroberten zuerst die Kritik. Die
jüdische Kritik lobte alles, was dieser Kunstrichtung diente und
verdammte alles, was sich dagegen auflehnen wollte. Darauf bemächtigten
sich die Juden des Kunsthandels und stellten nur das zum Verkauf, was als
Produkt der entarteten Kunst auftrat. Sodann errichteten sie mit Hilfe von
Kritik und Kunsthandel ihre Tyrannei über das Ausstellungswesen und vor
allem über die Kunstakademien, um von hier aus einen umfassenden
geistigen Terror auf die ganze künstlerische Entwicklung auszuüben. Ungezählte deutsche Maler, Bildhauer und Architekten
sind Opfer dieses Gesinnungsterrors geworden. Entweder mußten sie mit
den Wölfen heulen und sich einer auch von ihnen als abwegig und krank
empfundenen Kunstrichtung zur Verfügung stellen, oder sie wurden
materiell und ideell unter diesem ständig zunehmenden Gesinnungsterror
erdrückt. Viele gute und echte künstlerische Talente wurden so
mundtot gemacht. Sie zogen sich angeekelt und resigniert aus dem ganzen
überlauten jüdischen Kunstbetrieb zurück, oder aber sie waren
in ihrer Widerstandskraft schon so gebrochen, daß sie, wenn auch
widerwillig, daran teilnahmen und mitmachten. Das war die schlimmste Gefahr, vor die unsere
deutsche Kunst überhaupt je gestellt war, ja, sie bedeutete ihre
geradezu tödliche Bedrohung. Denn mit dem Schwinden des Sinnes für
die Schönheit in der Kunst schwand auch die Breitenwirkung der Kunst. Das Volk, das bis dahin immer wenn auch in gewissem
Abstand der begeistertste Parteigänger aller künstlerischen
Entwicklungen gewesen war, wandelte von der Kunst ab. Es hatte für diese
Art von Kunst kein Verständnis mehr. Die Kunstausstellungen wurden mehr
und mehr Angelegenheit einer kleinen, meist jüdisch geführten und
inspirierten Gesellschaftsschicht, die in einem virtuosen Zusammenspiel
zwischen Publikum, Kritik, Ausstellung und Kunsterziehung jenes System eines
Gesinnungszwanges ausbildete, unter dem jede echte künstlerische Entwicklung
allmählich ersticken mußte. Aus dieser ganzen Mentalität heraus ist auch der
Begriff des sogenannten Kunstsalons entstanden. Die Kunst scheute mehr und
mehr das Licht der Öffentlichkeit. Sie wandte sich nicht mehr an das
Volk, sondern vielmehr an eine hauchdünne Oberschicht, die sich in den
Salons versammelte, und die Kunst, die eigentlich eine Funktion des nationalen
Lebens selbst darstellt, wurde so zu einer Funktion des gesellschaftlichen
Lebens herabgedrückt. Der deutsche Bildungsphilister sah zwar mit innerer
Reserve dieser ganzen Entwicklung zu. Aber aus der Angst heraus, von der
jüdischen Presse oder der von den Juden gemachten öffentlichen
Meinung als Reaktionär verschrien zu werden, erlahmte er bald in seiner
passiven Widerstandskraft und ließ es in der entscheidenden Stunde an
den seelischen und materiellen Reserven fehlen, die eigentlich jetzt eingesetzt
werden mußten, um die Kunst überhaupt zu retten. Er lobte zwar die
Bilder, die von der jüdischen Kritik als Ausdruck modernen Zeitempfindens
gepriesen wurden, aber er kaufte sie nicht. Das für Kunstwerke zur Verfügung stehende
Geld aus privater Hand flüchtete mehr und mehr in die alten,
feststehenden Werte der Vergangenheit. Die neue, sogenannte moderne Kunst
aber hatte, nachdem sie einmal die Verbindung mit dem Volke selbst
abgeschnitten hatte, nicht einmal eine materielle Existenzfähigkeit
mehr. Es mußte hier nun, nachdem der
Nationalsozialismus die Macht erobert hatte
und seine eigentliche Aufgabe darin sah, das Volk in eine neue Beziehung zu
den Dingen des öffentlichen Lebens zu stellen, ein radikaler Schnitt
getan werden, um auch auf diesem Gebiet Ordnung und Klarheit zu schaffen. Und
zwar mußte dieser Schnitt vom Politischen her getan werden, da die
Kunst selbst nicht mehr die Kraft und vor allem auch nicht mehr die
Autorität dazu besaß. Derjenige, der dieses Wagnis unternehmen
wollte, mußte den Mut haben, seinen Namen selbst in die Waagschale zu
werfen, mit souveräner Verachtung am Geschrei einer in ihren tiefsten
Gefühlen angetasteten liberal-demokratischen Welt vorbei seinen eigenen,
von ihm als richtig erkannten Weg zu gehen und das zu tun, was ihm sein
künstlerisches und volkliches Gewissen vorschrieb. So vollzog sich hier eine Reform, die ebenso wichtig
für die politische wie für die kulturelle Weiterentwicklung unseres
Volkslebens war. Denn man soll nicht glauben, daß diese Dinge sich
abseits der Politik abspielen. Die Kunst ist nicht ein Ding an sich, das zu gewissen
Zeiten eine angenehme Zutat darstellt, das aber ebensogut entbehrt wie in
Anspruch genommen werden kann. Die Kunst ist eine Funktion des nationalen
Lebens, und sie in die richtige Beziehung zum Volke selbst zu stellen, ist,
abgesehen vom Kulturellen, eine eminent politische Aufgabe. Als der Führer vor zwei Jahren diesen Schritt
tat, galt er für die künstlerische Öffentlichkeit zuerst als
durchaus revolutionär. Man konnte und wollte es in manchen Kreisen nicht
verstehen, daß diese Angelegenheit vom Politischen her geregelt,
daß aus der Sphäre des Staatlichen heraus ein Zustand geschaffen
werden mußte, in dem die Kunst überhaupt erst wieder ihre
Existenzfähigkeit zurückgewann. Heute kommt uns diese Reinigungsaktion fast schon wie selbstverständlich
vor. Wir können es kaum noch begreifen, daß sie einmal notwendig
gewesen ist. Insofern ist auch die Errichtung des Hauses der Deutschen
Kunst ein in seiner Bedeutung noch gar nicht abzumessender Vorgang in der
deutschen Kunstgeschichte. Und es war auch kein Zufall, daß die Abkehr
von den letzten Überbleibseln der entarteten Kunst im gleichen
Augenblick verbunden wurde mit der Intensivierung der weiteren Entwicklung
unserer deutschen Kunst überhaupt. Das Haus der Deutschen Kunst hat eine fest umrissene Zweckbestimmung.
Hier soll nur das Schöne, Edle, mit einem Wort die Kunst selbst Zutritt
finden. Aber mehr noch, hier wird zum ersten Male in ganz großem Stil
der Versuch unternommen, die Kunst wieder in das Blickfeld des Volkes selbst
hineinzurücken. Aus diesem Grunde ist mit der alljährlich in
München im Juli zur Eröffnung kommenden Großen Deutschen
Kunstausstellung auch der Tag der Deutschen Kunst verbunden. Er hat die
Aufgabe, die nationale Funktion der deutschen Kunst wieder in ihr
eigentliches Recht zurückzuversetzen. So wird wieder jene echte
Beziehung zwischen Kunst und Volk hergestellt, die seit jeher das
charakteristische Merkmal aller großen Kulturepochen gewesen ist. Es kann deshalb auch nicht als Zufall erscheinen,
daß sich alljährlich bei dieser Gelegenheit die deutschen
bildenden Künstler zu ihrer Jahrestagung versammeln.Als die
Reichskammer der Bildenden Künste im Rahmen der Reichskulturkammer
gegründet wurde, waren wir uns selbstverständlich darüber im
klaren, daß wir bei der Durchführung der Aufgabe der
ständischen Organisierung der deutschen Künstler großen
Schwierigkeiten begegnen würden. Wir wußten, daß es viel
schwerer ist, Künstler als andere Standes- oder Berufsschichten in einer
Organisation zusammenzufassen. Der Künstler ist seinem ganzen Wesen,
seinem Beruf und seiner Berufung nach stark individuell eingestellt. Es war
deshalb auch hier mehr als irgendwoanders die Gefahr gegeben, daß durch
gelegentliche Mißgriffe oder Überspanntheiten der Organisation die
Sache selbst schwersten Schaden litt. Über Erwarten schnell haben wir in der
Reichskammer der Bildenden Künste diese Kinderkrankheiten überwunden.
Das Ergebnis dieser organisatorischen Arbeit aber ist die Synthese des
weiterbestehenden Rechtes auf individuelle schöpferische Freiheit des
Künstlers selbst und seiner Einordnungspflicht in das allgemeine Ganze. Es lag in der Natur der Sache, daß die Kammer, um diese Aufgabe
erfüllen zu können, keine Auswahlorganisation darstellen durfte.
Sie mußte ihre Tore jedem offenhalten, der künstlerisch
schöpferisch tätig sein wollte. Ob er künstlerisch zu schaffen
in der Lage war, darüber hatte nicht die Kammer, sondern das Leben
selbst und sein sich immerwährend abspielender
und fortgesetzter Ausleseprozeß zu bestimmen. Durch Prüfungen sind
nur selten die Genies gefunden worden. Aber im Leben selbst haben sie sich
immer und deutlich genug zu Wort gemeldet. Es mußte deshalb die Aufgabe
der nationalsozialistischen Kunstpolitik sein, nicht durch die Organisation
die Talente oder die Genies finden zu wollen, sondern vielmehr durch die
Organisation alle die Hindernisse und Hemmungen aus dem Wege zu räumen,
die der organischen Entwicklung der künstlerischen Potenzen unseres
Volkes im Wege standen. Die nationalsozialistische Kunstpolitik ist
konsequent und ohne nach links oder nach rechts abzuweichen auf dieses Ziel
vorgestoßen. Und wir können heute mit tiefer Befriedigung
feststellen, daß es zu einem großen Teil schon erreicht worden
ist. Eine der wichtigsten Möglichkeiten auf dem
Gebiete der bildenden Kunst, zu diesem Ergebnis zu kommen, sind die
alljährlich im Juli in München stattfindenden Tage der Deutschen
Kunst und die damit verbundene Eröffnung der Großen Deutschen
Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst. Wenn wir das Ergebnis dieser echten Auslese der
Talente vergleichen mit dem des Jahres 1937, da mit dieser Arbeit begonnen wurde,
so können wir zu unserer tiefen Befriedigung eine ständig
zunehmende Hebung des Niveaus unserer Arbeit auf dem Gebiet der bildenden
Kunst feststellen. Die Reinigung unseres Geschmack- und Kunstempfindens hat
auch einem ganz neuen deutschen Stilwillen den Weg frei gemacht. Und damit
verbunden ist eine frappante Anteilnahme des Volkes selbst an diesen
künstlerisch kulturellen Bestrebungen. Es ist notwendig, das immer wieder aufs neue zu
betonen; denn die Ergebnisse, die hier zutage liegen, lassen uns manchmal
ihre Ursachen vergessen. Die Ursachen aber müssen erkannt bleiben, damit
die künstlerische Entwicklung in Deutschland nicht wieder in dieselben
Fehler verfällt, die wir überwunden haben. Am morgigen Sonntag nun werden Sie, mein Führer,
zum drittenmal die Große Deutsche Kunstausstellung im Hause der
Deutschen Kunst eröffnen. Sie werden dabei mit Befriedigung die
sichtbarsten Erfolge ihrer großzügigen Reformarbeit feststellen
können, die sich nicht darauf beschränkte, nur das Schlechte und
Kranke auszumerzen, sondern auch bestrebt
war, dem Edlen und Schönen eine möglichst breite und umfassende
Entwicklungsmöglichkeit zu geben. Als Sie vor zwei Jahren zum erstenmal Ihren
großen Appell an die deutsche Künstlerschaft richteten, gab es
noch einige, die abseits standen. Sie sind mittlerweile längst schon in
die gemeinsame Front eingeschwenkt. Die heute um Sie versammelten deutschen
Künstler stellen eine neue Generation dar. Sie haben nichts mehr mit der
knochenerweichten, sterilen und dekadenten Ästhetik zu tun, der Sie vor
zwei Jahren den Garaus machten. Dafür möchten Ihnen die deutschen
Künstler bei ihrer diesjährigen Jahrestagung ihren Dank abstatten.
Sie wissen nun, daß in diesem, nun schon der deutschen Kunstgeschichte angehörenden
Vorgang eigentlich die Geburt einer neuen deutschen Kunst zu erblicken ist.
Sie haben Ihren Appell verstanden; im Rahmen der von Ihnen gezogenen
Richtlinien haben sie sich an die Arbeit gemacht. Das Ergebnis dieser Arbeit
wird am morgigen Mittag vor das Auge der Öffentlichkeit treten. Und am morgigen Nachmittag wird sich dann zum
drittenmal durch die Straßen dieser schönen, in der ganzen Welt
berühmten Kunststadt München der Festzug der deutschen Kunst, der zugleich
eine Apotheose der zweitausendjährigen deutschen Geschichte darstellen
soll, hinziehen. Diese Schau deutscher historischer Entwicklung, in
künstlerischer Vollendung dargestellt, muß uns alle mit tiefem
nationalem Stolz erfüllen. Wer aber könnte ungerührt bleiben
beim Gedanken, daß mitten unter uns ein Mann sitzt, der zu unserer Zeit
und mit uns und für uns zu dieser Geschichte jetzt schon einen Beitrag
zugesteuert hat, der unvergänglich die Jahrhunderte überdauern
wird? Wenn Männer die Geschichte machen, so ist es die
Aufgabe der Künste, ihre Taten zu preisen und zu verherrlichen und sie
damit durch Lied, Wort, Melodie, Farbe oder Stein in die fernsten
Jahrhunderte hineinzutragen. So werden die Künste dienende Werkzeuge am
ewigen Leben eines Volkes. Diesem Volk entstammen wir alle. In ihm und in
seiner großen Aufgabenstellung treffen sich Politik und Kunst. Aus ihm
ziehen wir die Kraft, Werke der Ewigkeit zu schaffen und damit einzugehen in
seine große und glänzende Geschichte.
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