
Spielfilme / Third Reich Movies
1933 - 1945
Wunschkonzert (1940)
Stab:
Regie: Eduard von Borsody
Drehbuch: Felix Lützkendorf, Eduard von Borsody
Produktion: Cine-Allianz Tonfilm Produktion GmbH, im Auftrag der Ufa,
Herstellungs- und Produktionsleiter: Felix Pfitzner
Musik: Werner Bochmann
Kamera: Franz Weihmayr, Günther Anders, Carl Drews
Schnitt: Elisabeth Neumann
Besetzung:
Ilse Werner: Inge Wagner
Carl Raddatz: Herbert Koch, Fliegeroffizier
Joachim Brennecke: Helmut Winkler, Inges Jugendfreund
Heinz Goedecke: Heinz Goedecke, Rundfunksprecher
Ida Wüst: Frau Eichhorn, Inges Tante
Hedwig Bleibtreu: Frau Wagner, Inges Großmutter
Hans Hermann Schaufuß: Hammer, Bäckermeister
Hans Adalbert Schlettow: Kramer, Fleischermeister
Malte Jaeger: Friedrich, Lehrer
Walter Ladengast: Schwarzkopf, Musikstudent
Aribert Mog: Leutnant von Zülkow
Ewald Wenck: Kontrolleur
Vera Comployer: Frau Hammer
Handlung:
Während der Olympischen Sommerspiele 1936 begegnen sich die junge Inge Wagner und der Fliegeroffizier Herbert Koch. Bereits nach wenigen Tagen verlieben sie sich ineinander. Sie schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft. Doch bevor sie heiraten können, wird Herbert zur Legion Condor nach Spanien abkommandiert. Da die Mission strengster Geheimhaltung unterliegt, was ein Verbot von Briefkontakt in die Heimat einschließt, muss er abreisen, ohne Inge eine Erklärung geben und sich in der Folgezeit melden zu können. Als nach mehreren Monaten die Operation beendet ist und Herbert von einer schweren Verwundung genesen ist, schreibt er Inge. Diese ist jedoch inzwischen verzogen. Entmutigt lässt er weitere Nachforschungen bleiben.
Inge ihrerseits kann Herbert nicht vergessen und ist bereit, auf ihn zu warten. Drei Jahre vergehen. Als 1939 der Krieg beginnt, reisen die Männer aus Inges Umgebung frohen Mutes zur Front ab. Darunter ist auch Inges Jugendfreund Helmut Winkler, der vergebens um ihre Hand angehalten hatte, aber weiterhin hofft. Helmut wird Herberts Fliegerstaffel zugeteilt und ist diesem, der mittlerweile zum Hauptmann avanciert ist, untergeben. Die beiden schließen Freundschaft. Sie wissen zunächst nicht, dass sie dasselbe Mädchen lieben.
In Berlin findet seit Kriegsbeginn allwöchentlich eine große Musikveranstaltung statt, die als „Wunschkonzert für die Wehrmacht“ im Radio übertragen wird und die der Übermittlung von Grüßen zwischen Front und Heimat dient. Als sich Herbert, in Erinnerung an die schönen Tage mit Inge, wehmütig die Olympiafanfaren wünscht, wird Inge, die, wie alle anderen, vor dem Rundfunkempfänger sitzt, darauf aufmerksam. Sie nimmt das unverhoffte und ungeplante Lebenszeichen Herberts zum Anlass, ihn ausfindig zu machen. Sie fasst neue Hoffnung, ihn wiederzusehen. Ein Briefwechsel kommt zustande, sie verabreden ein Treffen in Hamburg.
Herbert und Helmut werden gemeinsam in letzter Sekunde vor dem
Wiedersehen zu einem Aufklärungsflug über dem Atlantik abgeordnet
(„Dienst ist Dienst“), während dessen sie auf offener See abgeschossen
werden. Ein deutsches U-Boot sammelt sie auf. Derweil wartet Inge
wiederum vergeblich. Helmut wird verwundet ins Lazarett eingeliefert. In
seinem Krankenzimmer treffen alle drei aufeinander. Nach Aufklärung der
verworrenen Situation – Herbert wähnt Inge und Helmut verlobt – finden
die beiden Liebenden wieder zusammen.
