
Spielfilme / Third Reich Movies
1933 - 1945
Verräter (1936)
Stab:
Regie: Karl Ritter
Drehbuch: Leonhard Fürst
Musik: Harold M. Kirchstein
Kamera: Günther Anders
Heinz von Jaworsky (Luftaufnahmen)
Schnitt: Gottfried Ritter
Besetzung:
Willy Birgel: Agent Morris
Herbert A. E. Böhme: Agent Schultz
Paul Dahlke: Agent Geyer
Josef Dahmen: Agentenhelfer
Hans Zesch-Ballot: Dr. Wehner, Gestapo
Sepp Rist: Kommissar Kilian, Gestapo
Volker von Collande: Referendar Kröpke, Gestapo
Ernst Karchow: Major Walen, Abwehroffizier
Rudolf Fernau: Fritz Brockau, Konstrukteur
Lida Baarova: Marion, Brockaus Freundin
Heinz Welzel: Hans Klemm
Irene von Meyendorff: Hilde Körner
Theodor Loos: Dr. Auer, Leiter des Wasserwerks
Siegfried Schürenberg: Oberstleutnant Naumann
Carl Junge-Swinburne: Kommandeur der Panzerabteilung
Otto Graf: Hauptmann Dreßler
Heinrich Schroth: Direktor der T-Metallwerke
Hans Henninger: Max, Freund von Klemm
Carl Auen: Kriminalrat Aßmann
Ewald Wenck: Kriminalrat Schober
Willi Rose: Ede, ein Ganove
Gisela von Collande: Trude, Edes Frau
Wolfgang Uecker: Sohn von Ede und Trude
Ernst Behmer: Vorstadt-Fotograf
Reinhold Hauer: Flugzeugführer
Max Hochstetter: Werkmeister
Hans Meyer-Hanno: 1. Hilfsmonteur
Hans Schneider: 2. Hilfsmonteur
Hellmuth Passarge: 3. Hilfsmonteur
Kurt Daehn: Geheimkurier
Handlung:
Ausländische Geheimdienste unternehmen verstärkt Anstrengungen, die Geheimnisse der deutschen Rüstungsindustrie auszukundschaften. Zunächst wird ein Agent in ein deutsches Flugzeugwerk eingeschleust, indem er mit einer falschen Identität als Monteur und dem Tarnnamen „Schultz“ ausgestattet wird. Als ruhigem und fähigem Mann gelingt es ihm bald, mit den neuesten Flugzeugmodellen vertraut zu werden.
Gleichzeitig schaltet die Agentengruppe in der Hauptstadt Berlin Anzeigen, in denen Kontakte zur Industrie gesucht und gute Verdienstmöglichkeiten angeboten werden. Daraufhin meldet sich der hoch verschuldete Konstrukteur Brockau, der verzweifelt neue Geldquellen sucht, um die kostspieligen Ansprüche seiner genußsüchtigen Freundin Marion finanzieren zu können. Brockau, der Erfinder eines neuartigen Rohölvergasers, arbeitet in den T-Metallwerken, wo die neuesten deutschen Panzermodelle entwickelt werden. Daher ist er der ideale Fang für die Agenten und zappelt bald fest in deren Netz. Brockau verrät und verkauft nach und nach ein Geheimnis nach dem anderen an die Agenten.
Schließlich versuchen die Agenten, den ehemaligen Bankkaufmann und jetzigen Panzersoldaten Klemm in ihre Fänge zu bekommen. Klemm, der dem Agenten Morris einen harmlosen Börsentipp gibt, bekommt von diesem einen angeblichen Gewinnanteil ausbezahlt. Später erpresst ihn Morris mit einer gefälschten Quittung, worin Klemm angeblich den Erhalt des Geldes für den Verrat von Staatsgeheimnissen bestätigt. Klemm ringt sich jedoch durch, seinen Vorgesetzten von der Geschichte Meldung zu machen. Diese informieren die Abwehr der Wehrmacht, welche in Zusammenarbeit mit der Gestapo schon länger hinter dem Agentenring her ist.
Nun gelingt es, die Agenten nach und nach auffliegen zu lassen. Als ersten erwischt es Schultz, dessen falsche Identität nach einer Überprüfung platzt. Schultz kann zwar noch mit einem neuen Sturzbombermodell starten, wird aber an der Kanalküste durch eine gemeinsame Aktion von Luftwaffe und Kriegsmarine abgeschossen. Danach wird Brockau, der im Auftrag von Morris ein Wasserwerk sabotieren sollte, auf frischer Tat erwischt. Anschließend kann auch Morris gestellt werden, der sein Spiel in letzter Minute selbst verloren gibt. Der letzte Verräter, Geyer, entkommt zunächst mit dem Zug. Als dieser aber von der Polizei gestoppt wird, flüchtet Geyer in einen Sumpf, wo er jämmerlich versinkt.
Der Film endet mit einem Appell der Panzerabteilung, wo die Hinrichtung des Verräters Brockau bekannt gegeben wird. Soldat Klemm dagegen erhält vor versammelter Kompanie eine Belobigung für seine Courage.
