
Spielfilme / Third Reich Movies
1933 - 1945
Nanon (1938)
Stab:
Regie: Herbert Maisch
Drehbuch: Eberhard Keindorff
Georg Zoch
Produktion: Max Pfeiffer
für UFA
Musik: Alois Melichar
Kamera: Konstantin Irmen-Tschet
Schnitt: Carl Otto Bartning
Besetzung:
Erna Sack: Nanon Patin
Johannes Heesters: Marquis Charles d’Aubigné
Dagny Servaes: Ninon de l’Enclos
Otto Gebühr: Jean Baptiste Molière
Oskar Sima: Polizeipräfekt Marquis de Marsillac
Karl Paryla: König Louis XIV.
Kurt Meisel: Hector
Berthold Ebbecke: Pierre
Ursula Deinert: Tänzerin
Clemens Hasse: François Patin
Paul Westermeier: 1. Korporal
Armin Schweizer: 2. Korporal
Oskar Höcker: 3. Korporal
Ilse Fürstenberg: Magd
Ludwig Andersen: Sekretär
Walter Steinbeck: Monsieur Louvois
Hermann Pfeiffer: Monsieur Duval
Handlung:
Nanon Patin, die Wirtin des „Goldenen Lamms“, ist hocherfreut: Sie will am Abend ihren Geliebten, den Tambour Grignon, heiraten und hat bereits das Aufgebot und den Pfarrer bestellt. Nur Grignon ahnt noch nichts davon und ist konsterniert, als er vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Er lässt sich kurz vor dem Ja-Wort von seinen Freunden zum Schein wegen Duellierens verhaften – ein Verbrechen, das auf Erlass des Königs mit dem Tode bestraft wird. Verzweifelt begibt sich Nanon zusammen mit dem Theaterleiter Molière nach Paris, um den König um Pardon zu bitten.
Was Nanon nicht weiß ist, dass es sich bei Grignon in Wirklichkeit um den hochadeligen Marquis Charles d’Aubigné handelt, der mit seinen Freunden gewettet hatte, dass er die als „uneinnehmbare Festung“ geltende Nanon bezwingen könne. Nanon gelingt es, den König im Rahmen eines Theaterstücks ein Blanko-Begnadigungsschreiben unterzeichnen zu lassen. Damit will sie Grignon aus dem Gefängnis holen und erfährt nun, dass dieser nie inhaftiert war und in Wirklichkeit mit ihr nur ein Spiel getrieben wurde. Sie sucht Charles d’Aubigné bei einer Gartengesellschaft auf, wo dieser gerade den Neffen des Polizeipräfekten, Hector, als Hochstapler entlarvt hat. Dieser hatte ein Lied, das Charles für Nanon geschrieben hatte, gefunden und als sein eigenes ausgegeben – für die reiche Ninon de l’Enclos, eine Freundin Charles’. Nachdem Charles in Hectors Liedvortrag eingestimmt hat, fällt auch Nanon in das Lied ein. Charles’ Freunde machen sich über sie lustig. Als Hector sie beleidigt, fordert Charles ihn zum Duell. Beide Männer werden wenig später beim Duell verhaftet.
Nanon ist unterdessen zu ihrem Gasthaus zurückgekehrt und will von den Männern nichts mehr wissen. Molière erscheint und berichtet ihr, dass Charles nun wirklich zum Tode verurteilt werden soll. Sie kehrt nach Paris zurück und holt ihn mit dem königlichen Pardon aus dem Gefängnis. Der König wiederum hat von Charles’ Eskapaden genug und bestimmt, dass er noch am selben Abend eine ihm unbekannte Gräfin Delicat zu heiraten habe. Charles jedoch weiß nun, dass er Nanon liebt und flieht mit ihr zur Grenze. Er wird von der Polizei vor der Grenze verhaftet und zum König gebracht. Der zeigt ihm die für ihn bestimmte Ehefrau und Gräfin – es ist Nanon, die geschmückt vor Charles tritt. Während sich Charles und Nanon in die Arme fallen, ist der König über seinen gelungenen Streich erfreut und Molière gibt zu, dass die Komödie fast von ihm selbst hätte stammen können.
