
Spielfilme / Third Reich Movies
1933 - 1945
Krambambuli (1940)
Stab:
Regie: Karl Köstlin
Drehbuch: Friedrich Perkonig
Rudo Ritter
Produktion: Karl Künzel
Erich von Neusser
Musik: Willy Schmidt-Gentner
Kamera: Karl Löb
Josef Ketterer
Schnitt: Klaus Stapenhorst
Besetzung:
Rudolf Prack: Thomas Werndl
Sepp Rist: Barthel Raunegger, Jäger
Elise Aulinger: Crescentia Sonnleitner
Viktoria von Ballasko: Anna, ihre Tochter
Paula Pflüger: Kathrein, Kellnerin
Eduard Köck: Adam, Briefträger i. R.
Karl Skraup: Fabian Zirbel, Büchsenmacher
Wilhelm Schich: Dorfwirt
Oskar Wegrostek: Schankwirt
Maria Schnorrpfeil: Kellnerin
Felix Dombrowsky:
1. Gefangenenaufseher
Robert Horky: 2. Gefangenenaufseher
Leo Reiter: 1. Gendarm
August Keilholz: 2. Gendarm
Josef Wichart: Bauernbursche
Handlung:
Der junge Landstreicher Thomas Werndl trifft auf einen herrenlosen Hund. Er gibt ihm den Namen „Krambambuli“ und nimmt ihn mit auf die Wanderschaft. Etliche Zeit später findet Werndl Arbeit auf einem Bauernhof, der von der Witwe Crescentia Sonnleitner bewirtschaftet wird. So nach und nach verlieben sich Werndl und die Tochter seiner Arbeitgeberin ineinander, obwohl Anna Sonnleitner dem Jäger Barthel Raunegger versprochen ist. Als Anna eines Abends ihren Geliebten betrunken antrifft, geraten die zwei in Streit mit der Folge, dass Thomas auszieht. Bald darauf entsteht zwischen ihm und ein paar Bauernburschen im Wirtshaus eine Schlägerei. Dabei verletzt Thomas einen der Burschen schwer. Der herbeigerufene Gendarm nimmt den Täter in Haft.
Schweren Herzens muss sich Thomas von seinem Begleiter Krambambuli trennen. Er gibt ihn dem pensionierten Briefträger Adam Holzapfel, dem Bruder der Sonnleitnerin, in Pflege. Als schließlich Anna den Jäger heiratet, nimmt sie Krambambuli mit ins Jägerhaus. Anfangs stört sich Barthel an dem Tier, weil es ihn an seinen einstigen Rivalen erinnert, aber im Lauf der Zeit entdeckt er die Vorzüge des Hundes und bildet ihn zu einem tüchtigen Jagdhund aus.
Thomas gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Sein erster Weg führt ihn zu Adam Holzapfel, um ihn um etwas Geld zu bitten und Krambambuli abzuholen. Nachdem er erfahren hat, was mit dem Tier geschehen ist, stürzt er wütend davon. Auf dem Rummelplatz bewundert die Kellnerin Kathrein an einer Schießbude seine Treffsicherheit. Sie nimmt ihn mit in ihre Wohnung, und tags darauf überredet sie ihn zur Wilderei.
Thomas bekommt Arbeit beim trunksüchtigen Büchsenmacher Zirbel, der eine ruhige Hand zum Einschießen seiner Gewehre gut brauchen kann. Eines Tages trifft Thomas in Zirbels Laden seine einstige Geliebte wieder. Sie ahnt, dass Thomas der Wildschütz ist, der schon längere Zeit von ihrem Mann gesucht wird. Deshalb beschwört sie ihn, die Gegend zu verlassen, was ihr Thomas zwar verspricht, sein Versprechen aber nicht hält.
Im Hochwald stoßen Thomas und der Jäger aufeinander. Dabei erkennt der Hund seinen früheren Herrn. Als er von seinem jetzigen Herrn zurückgerufen wird, schwankt das Tier zwischen Liebe und Pflicht. Letztendlich siegt die Liebe: Krambambuli stürmt freudig auf Thomas zu, so dass diesem das Gewehr, das er eben auf den Jäger anlegte, aus den Händen fällt. Diesen Moment nutzt der Jäger aus; er erschießt den Wilderer. Krambambuli verstößt er, weil er ihn für treulos hält.
In den folgenden Wochen streunt der Hund im Wald umher, immer mal wieder zum Grab seines ersten Herrn und dann zur verschlossenen Tür seines zweiten. Weil er keine Fürsorge mehr erhält, kommt er zusehends herunter. Eines Morgens wird er vom Jäger tot vor der Haustür entdeckt.