
Spielfilme / Third Reich Movies
1933 - 1945
Germanin (1942)
Stab:
Regie: Max W. Kimmich
Drehbuch: Hans Wolfgang Hillers, Max Wilhelm Kimmich
Produktion: UFA-Filmkunst GmbH
Musik: Theo Mackeben
Kamera: Jan Stallich, Jaroslav Tuzar
Besetzung:
Luis Trenker: Tierfänger Dr. Hans Hofer
Lotte Koch: Assistentin Anna Meinhardt
Peter Petersen: Prof. Dr. Achenbach
Albert Lippert: Colonel Crosby, englischer Regionskommandant
Valy Arnheim: ein englischer Diplomat mit Sir Craigh
Hans Bergmann: ein englischer Sergeant
Rudolf Blümner: Geheimrat Wißberg der Bayer-Werke A.G.
Louis Brody: König Wapunga
Walter Brückner: ein Zeitungsverkäufer
Carl Günther: Dr. Bode, deutscher Diplomat
Hellmuth Helsig: Dr. Gordon, englischer Militärarzt
Erich Kestin: Straßenhändler
Joe Münch-Harris: Captain Evans
Gerda von der Osten: Die Sekretärin der Bayer-Werke A.G
Ernst Stimmel: Direktor Claasen von den Bayer-Werken A.G
Henry Stuart: Sir Edward Craigh, englischer Diplomat
Herbert Weißbach: ein unfreundlicher Autobusfahrgast
Handlung:
Eine deutsche Expedition unter der Leitung von Prof. Achenbach forscht in den Afrika-Kolonien nach einem Serum gegen die tödliche Schlafkrankheit. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhindert den Durchbruch der Forschung, denn britische Soldaten zerstören das Labor. Die Forschungsergebnisse scheinen verloren. Doch der verwegene Dr. Hofer sorgt dafür, dass das Forschungsmaterial doch noch Deutschland erreicht. Obgleich mitten im Ersten Weltkrieg, wird bei der Bayer AG in langen und aufwändigen Versuchsreihen aus dem Forschungsmaterial nach einem geeigneten Serum gesucht. Nach vielen Rückschlägen gelingt in der 205. Versuchsreihe der Durchbruch, und das Medikament erhält den internen Entwicklungsnamen Bayer 205. Aus patriotischen Gründen, um die Weltgeltung und den hohen Stand der Forschung in Deutschland zu unterstreichen, entschließt man sich für den Handelsnamen Germanin®. Außerdem will man trotz des Kolonieverlustes den Menschen Schwarzafrikas die Wohltat des Medikamentes aus humanistischen Gründen zukommen lassen. Doch die Engländer, die durch den Krieg und den Versailler Vertrag zu Landesherrn aufgestiegen sind, verlangen, obgleich von Bayer entwickelt, den Nachweis über die unschädliche Wirkung des Serums, ehe die Einreise der Wissenschaftler nach Afrika genehmigt werden kann. Dr. Hofer kann die Unschädlichkeit des Mittels durch Selbstversuch beweisen. In Afrika wird die Arbeit von Prof. Achenbach, der 1923 mit einer Expedition eintrifft, von englischen Behörden und Militärs behindert. Die abergläubischen Eingeborenen werden durch die englische Besatzungsmacht aufgeputscht, die verhindert, dass Achenbach den Kranken helfen kann. Schlussendlich wird das deutsche Krankenlager wie auch die Forschungsstation durch den englischen Regionskommandanten Colonel Crosby zerstört, der durch den unaufhaltsamen medizinischen Erfolg des deutschen Medikaments gedemütigt wurde und den Verlust seiner kolonialen Autorität fürchtet. Die Bestände des Heilmittels werden fast restlos vernichtet. Es kommt zu einer landesweiten Epidemie, die nun auch den uneinsichtigen Colonel Crosby ereilt. Doch befürchtet dieser, durch das einzige jetzt noch verfügbare Mittel Tryparsamid zu erblinden. Prof. Achenbach, der selbst erkrankt ist, verabreicht ihm das letzte, noch zufällig gefundene Serum gegen die schriftliche Zusage, an den Wasserfällen, den Brutherden der Tsetsefliege, Rodungen vornehmen zu dürfen, um die Seuche endgültig zu besiegen. Während dieser dadurch gerettet wird, erliegt Prof. Achenbach seiner Krankheit. Durch seinen heldenhaften Opfertod können seine Mitarbeiter die Rodungen durchführen.
