
Spielfilme / Third Reich Movies
1933 - 1945
Dorf im roten Sturm - Friesennot (1935)
Stab:
Regie: Peter Hagen alias Willi Krause
Drehbuch: Werner Kortwich
Produktion: Hermann Schmidt (Delta-Film Produktions- und Vertriebs GmbH
Berlin)
Musik: Walter Gronostay
Kamera: Sepp Allgeier
Schnitt: Wolfgang Becker
Besetzung:
Friedrich Kayßler: Jürgen Wagner
Helene Fehdmer: Katrin Wagner
Valéry Inkijinoff: Kommissar Tschernoff
Jessie Vihrog: Mette Kröger
Franz Stein: Christian Kröger
Hermann Schomberg: Klaus Niegebüll
Marianne Simson: Hilde Winkler
Ilse Fürstenberg: Dörte Niegebüll
Kai Möller: Hauke Peters
Maria Koppenhöfer: Frau Winkler
Martha Ziegler: Wiebke Detlevsen
Fritz Hoopts: Ontje Ibs
Handlung:
In abgelegenen russischen Wäldern lebt eine deutsche Dorfgemeinschaft, deren Gründer ihre friesische Heimat einst verlassen hatten, um ihrer Religion nicht abschwören zu müssen. In diese Gemeinschaft kehrt nach langer Abwesenheit Christian Kröger zurück, der krank ist und vor seinem Tod seine Tochter Mette wieder sehen will. Die Nachrichten, die er „von draußen“ mitbringt, sind beunruhigend und handeln von Krieg, Hunger und einer „neuen Obrigkeit“. Während die Männer des Dorfes sich auf Verteidigung und Kampf einstellen, beharrt der glaubensstarke Gemeindevorsteher Jürgen Wagner darauf, dass jede Obrigkeit von Gott eingesetzt sei. Kröger stirbt, bevor im Dorf Einigkeit erzielt werden kann.
Währenddessen wird das Friesendorf von den neuen kommunistischen Machthabern auf einem ihrer Erkundungsflüge entdeckt. Kommissar Tschernoff wird mit einem Trupp in das Dorf entsandt, um den Vorsteher zur Abgabe von Naturalien für die Hungernden zu drängen und zugleich auch für die Sache der Revolution zu gewinnen. Auch nach der Entsendung der Abgaben machen die Russen keine Anstalten, das Dorf wieder zu verlassen. Während Tschernoffs Absichten redlich sind – als ehemaliger zaristischer Offizier sieht er die Revolution insgeheim als Unrecht an; außerdem ist er in Mette verliebt, die seine Gefühle offenbar erwidert –, beginnen seine Männer, das Dorf auszuplündern. Tschernoff gelingt es, Wagner weiterhin zu beschwichtigen, sogar ein allgemeines Versöhnungsfest wird gefeiert. Währenddessen jedoch bereitet Klaus Niegebüll, Mettes Ziehvater, die Bewaffnung der Dorfbewohner vor. Als die Russen bei einer Durchsuchung seines Hauses drei Pistolen entdecken, lenkt der Dorfschmied, Hauke Peters, den Verdacht der Bauern auf die „Verräterin“ Mette, die von ihrem Ziehvater daraufhin ins Moor und damit in den Tod getrieben wird.
Ein neuer Kommissar, Krappin, übernimmt die Herrschaft über das Friesendorf. Er lässt das Bethaus, das Tschernoff bisher geschont hatte, besetzen und von seinen Männern schänden. Erst als auch Mettes Freundin Hilde Winkler vergewaltigt und ermordet wird, schließt auch Wagner sich dem bewaffneten Widerstand an. Es kommt zu einem Blutbad, in dessen Verlauf sowohl Tschernoff als auch Wagner erschossen werden. Da Wagners letzte Worte „Eine neue Heimat suchen!“ lauten, lässt Niegebüll das Dorf niederbrennen.
