
Spielfilme / Third Reich Movies
1933 - 1945
Die goldene Spinne (1943)
Stab:
Regie: Erich Engels
Drehbuch: Erich Engels
Wolf Neumeister
Ulrich Vogel
Musik: Werner Eisbrenner
Kamera: Ernst Wilhelm Fiedler
Besetzung:
Kirsten Heiberg: Agentin Lisaweta, alias "Agnes Jordan"
Harald Paulsen: Agent Smirnoff, alias "Petersen"
Jutta Freybe: Werksärztin Dr. Christa Fischer
Otto Gebühr: Geheimrat Fischer, Christas Vater
Liselott Schaak: Sekretärin des Geheimrats
Rolf Weih: Ingenieur Axel Rüdiger
Robert Bürkner: Dr. Eberding
Werner Pledath: Direktor Heinsius
Karl Dannemann: Werkmeister Bumm
Gerhard Dammann: Werksportier
Erich Dunskus: Vorarbeiter
Hellmuth Passarge: Einfahrtswache
Ursula Voss: Werksarbeiterin
Gerti Gert: Werksangestellte
Hans Waschatko: Werksarzt
Eduard Wenck: Werksarbeiter
Ewald Wenck: Werkswache Kneisler
Anneliese Würtz: Vorarbeiterin
Josef Sieber: Chauffeur Berger
Jaspar von Oertzen: Hauptmann Hartung
Lutz Götz: Kriminalrat Vonhoff
Hermann Brix: Kriminalkommissar Freise
Ernst Schlott: Kriminalsekretär Zähringer
Maly Delschaft: Rosa Sykora, Chefin der „Roten Mühle“
Klaus Pohl: Ballettmeister der „Roten Mühle“
Conrad Cappi: Intendant der „Roten Mühle“
Wilhelm Bendow: Gast der „Roten Mühle“
Käte Jöken-König: Inhaberin der Künstler-Pension
Traute Bengen: Dienstmädchen der Pension
Franz Arzdorf: Beamter der Zugkontrolle
Bernhard Goetzke: Oberstabsarzt im Zug
Walter Steinweg: Verwundeter Soldat
Handlung:
Per Fallschirm werden von einem Bombenflugzeug zwei sowjetische Agenten über Deutschland abgesetzt. Die Spione suchen zunächst das Etablissement „Rote Mühle“ auf, deren Chefin durch Erpressung dazu gezwungen wird, die Agentin Lisaweta als Sängerin „Agnes Jordan“ zu vermarkten. Ziel der Mission sind die Kattenbeck-Werke, wo ein neuer und besonders starker Panzertyp entwickelt wird.
Die Agenten versuchen, ein geeignetes Opfer unter den Werksangehörigen auszumachen. Nachdem sich der soldatisch korrekte Hauptmann nicht ausspähen lässt, erweist sich der ehrgeizige und leichtsinnige Ingenieur Axel Rüdiger, die rechte Hand des Werksdirektors, als ideales Opfer. Rüdiger, der eigentlich mit der Tochter des Direktors und Werksärztin Christa verlobt ist, lässt sich auf Rendezvous mit der attraktiven Agentin ein. Diese nutzt eine dieser Gelegenheiten, um geheime Unterlagen aus der Aktentasche Rüdigers zu kopieren. Mit diesen Unterlagen sind die Agenten aber nicht zufrieden, sondern erpressen nun offen den Ingenieur, ihnen weitere Geheimpläne des Panzers zu beschaffen, da sie ihn ansonsten wegen Geheimnisverrats anzeigen würden. Rüdiger beugt sich der Erpressung durch die Agentin und kopiert nachts Teile der Panzerpläne, die er sich aus dem Tresor des Geheimrats beschafft hat. Beim Hantieren mit den Plänen unterlaufen ihm jedoch einige Fehler, woraufhin der Direktor und dessen Kollegen misstrauisch werden und die Geheimpolizei einschalten. Rüdiger fliegt auf, kann aber rechtzeitig untertauchen. Er wird später von der Landgendarmerie aufgegriffen und von dieser bei einem erneuten Fluchtversuch erschossen. Durch ihre Verbindung zu Rüdiger gerät aber nun auch Christa unter Verdacht, ebenfalls in die Spionageaffäre verwickelt zu sein. Diesen Verdacht kann sie bei einem Verhör durch die Gestapo zunächst nicht ausräumen.
Agentin Agnes Jordan hat in der Zwischenzeit erfolgreich den verwitweten Chauffeur der Kattenbeck-Werke umgarnt und ihn unter Vorspiegelung von Heiratsabsichten dazu gebracht, ihr Zugang zum Werksgelände und dem Schießstand zu verschaffen. Dort gelingt es ihr, Materialproben des Panzerstahls aufzusammeln. Da die Werksleitung ihre Angestellten wiederholt zur Wachsamkeit gegenüber Spionen angehalten hat, fällt das Verhalten der Agentin – die sich derweilen als Arbeiterin im Werk aufhält – aber allmählich auf. Auch dem Chauffeur Berger geht jetzt ein Licht auf, worauf er sich mit schlechtem Gewissen selbst beim Werkschutz meldet. Während die Behörden alarmiert werden, gelingt es der Agentin in letzter Minute, sich zu verdrücken. Als Krankenschwester getarnt, versucht sie in einem Lazarett-Zug Richtung Osten zu entkommen. Dort wird sie schließlich enttarnt und festgenommen. Bei ihrem Verhör bei der Gestapo versucht sie, die unbeteiligte Christa zu belasten.
Als letzter Spion wird Agent Petersen gestellt. Er hat sich zunächst als Kantinenbedarfsvertreter Zutritt zum Werk verschaffen können. Nachdem er noch die Chefin der „Roten Mühle“ umgebracht hat, um sie als Mitwisserin auszuschalten, wagt sich Petersen wegen letzter fehlender Konstruktionsdetails noch einmal ins Kattenbeck-Werk. Schließlich kann er dort sogar bis in die Produktionshalle vordringen und versucht nun, allein die Geheimnisse des Panzers auszukundschaften. Es kommt zum dramatischen Showdown in der Fabrikhalle, wobei letztlich der Agent tödlich verwundet wird. Mit seinen letzten Atemzügen kann er noch klarstellen, dass Christa Fischer nichts mit dem Spionageunternehmen zu tun hat.
